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	<title>Harzer Groller</title>
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		<title>Harzer Groller</title>
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		<title>Bad Harzburg legte im November zu</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 18:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausgerechnet der November, gewöhnlich einer der schwächsten Monate, hat die Tourismusbilanz des Westharzes mit seinen ungewöhnlich guten Zahlen etwas verschönt. Die Zahl der Gäste stieg um fast 12 Prozent auf über 60.000 und bei den Übernachtungszahlen legten die Betriebe mit mehr als acht Betten immerhin um 6,1 Prozent auf 193.000 zu. Diese vom Landesbetrieb für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1258&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet der November, gewöhnlich einer der schwächsten Monate, hat die Tourismusbilanz des Westharzes mit seinen ungewöhnlich guten Zahlen etwas verschönt. Die Zahl der Gäste stieg um fast 12 Prozent auf über 60.000 und bei den Übernachtungszahlen legten die Betriebe mit mehr als acht Betten immerhin um 6,1 Prozent auf 193.000 zu. Diese vom Landesbetrieb für Statistik mitgeteilten Zahlen sagen aber auch, das dennoch nur 20,3 Prozent des Bettenangebots gebucht worden ist, was nach der Nordseeküste die schlechteste durchschnittliche Auslastung unter allen dreizehn erfassten Reisegebieten in Niedersachsen bedeutet. Die bisherige Jahresbilanz ließ die Übernachtungszahlen zwar um + 0,2 Prozent auf  3,06 Millionen anwachsen, aber bei der Bettenauslastung liegt der Westharz noch immer an 9. Stelle in Niedersachsen.<br />
Ein Blick auf die wichtigsten Orte zeigt sehr überraschende Novemberergebnisse. So hat Bad Harzburg, das in den bisherigen Monaten vor allem durch Verluste aufgefallen war, im November ein Plus von 34,6 Prozent bei den Gästen und 28,8 % bei den Übernachtungen. In der Jahresbilanz hat sich die Kurstadt dadurch etwas verbessert, schiebt aber mit 243.000 Übernachtungen immer noch einen Rückstand von -6,6 Prozent vor sich her, der auch durch noch so gute Dezemberzahlen nicht mehr ausgeglichen werden kann. Altenau hat seinen positiven Trend fortgesetzt und meldete bei + 4,5 Prozent insgesamt nur 109.000 Übernachtungen, für einen Ort, der mal über 600.000 Übernachtungen hatte,immer noch eine Katastrophe.<br />
Braunlage hat im November mit seinem Gästezuwachs von 6,3 Prozent immerhin ein Plus von 13,7 Prozent bei den Übernachtungen geschafft, meldet mit 421.000 Übernachtungen aber einen noch immer bescheidenen Zuwachs von +1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Hahnenklee verzeichnete im November sogar ein Übernachtungsminus von -4,5 Prozent, auch seine jährlichen Übernachtungszahlen sind in 2010 sind nur um  0,8 Prozent auf 310.000 gestiegen.  Die Stadt Goslar allerdings hatte im November 13.500 Übernachtungsgäste, die 28.000 Übernachtungen (+20,3%) buchten. Auch die 309.000 Übernachtungen für Januar bis November machen für die Kaiserstadt ein Plus von 3,7 Prozent aus.<br />
Im Südharz meldet Bad Lauterberg im November weniger Gäste (-0,7%) und weniger Übernachtungen (-3,7%), hat aber bei der Jahresergebnis mit 352.000 Übernachtungen noch immer ein sattes Plus von 6,9 %. Bad Sachsa hat trotz deutlich gestiegener Gästezahlen im November wieder 16,6 Prozent weniger Übernachtungen gezählt und liegt um -14,6 Prozent hinter dem bisherigen Vorjahresergebnis. Osterode profitierte wie Goslar vom boomenden Städtetourismus  (+ 6,0 % Übernachtungen), während die Orte Zorge und Wieda noch immer unter den Folgen der jahrelang verfehlten Tourismuspolitik ihrer einstigen Südharzgemeinschaft leiden: Zorge -37,4 % und Wieda -71,9 % Übernachtungen im November 2010, von den Jahresergebnissen soll besser geschwiegen werden.  </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1258/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1258&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Goldener Oktober im Ostharz</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 19:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gute Tourismuszahlen des Ostharzes auch im goldenen Oktober 2011: Allein im Landkreis Harz wurden von den Betrieben mit mehr als acht Betten gut 96.000 Gäste an das Landesamt für Statistik in Sachsen-Anhalt gemeldet. Sie brachten den Betrieben in diesem Monat über 282.000 Übernachtungen, was eine Steigerung von + 6,9 Prozent gegenüber dem Oktober 2010 bedeutet. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1255&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Tourismuszahlen des Ostharzes auch im goldenen Oktober 2011: Allein im Landkreis Harz wurden von den Betrieben mit mehr als acht Betten gut 96.000 Gäste an das Landesamt für Statistik in Sachsen-Anhalt gemeldet. Sie brachten den Betrieben in diesem Monat über 282.000 Übernachtungen, was eine Steigerung von + 6,9 Prozent gegenüber dem Oktober 2010 bedeutet. Insgesamt hat der Landkreis 2,12 Millionen Übernachtungen registriert, was einem Zuwachs von 4,4 % für die ersten zehn Monate bedeutet. Zusammen mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz sind es bisher im Ostharz 2,4 Millionen Übernachtungen.<br />
Die wichtigsten Tourismusorte haben ebenfalls erfreuliche Zuwachsraten bei den Übernachtungen gemeldet: Blankenburg +3%, Harzgerode +20,3 %, Ilsenburg +2,9%, Stadt Oberharz am Brocken +8 %, Quedlinburg +2 %, Thale +10,2 %, Wernigerode  +8,3 %.<br />
Rückgänge haben allerdings die Gemeinde Südharz -12,5 %, Sangerhausen -9,1 %, Halberstadt -1,4 %, Falkenstein &#8211; 5,7 %, Ballenstedt -11,1 % und Aschersleben &#8211; 7,8 %  hinnehmen müssen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1255/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1255&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tacheles über Bad Harzburg reden!</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 20:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Harztourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat der von Bad Harzburg engagierte Marketingexperte Prof. Dr. Quack den Harzburgern offen gesagt, dass mit ihrem Tourismus nicht mehr viel los ist. Seine schonungslose Kritik stimmt in den Grundaussagen mit einer Analyse überein, die ich vor fünf Jahren für den Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus der SPD Bad Harzburg geschrieben habe. Er wurde nach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1249&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat der von Bad Harzburg engagierte Marketingexperte Prof. Dr. Quack den Harzburgern offen gesagt, dass mit ihrem Tourismus nicht mehr viel los ist. Seine schonungslose Kritik stimmt in den Grundaussagen mit einer Analyse überein, die ich vor fünf Jahren für den Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus der SPD Bad Harzburg geschrieben habe. Er wurde nach eingehender Diskusssion und nach einigen redaktionellen Änderungen sowohl vom Arbeitskreis als auch von der SPD-Fraktion des Rates einstimmig  befürwortet. Getan hat sich danach so gut wie nichts, weil sich die beiden großen Fraktionen nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen wollten. Deshalb soll jetzt jeder interessierte Harzburger im Originaltext nachlesen können, was schon vor fünf Jahren hätte diskutiert werden müssen (Für Eilige: Am Ende finden Sie ein Zusammenfassung). Und wer Bilanzen lesen kann, sollte auch gleich die Geschäftsberichte der KTW auf der Internetseite des Bundesanzeigers studieren &#8211; sie sind wirklich sehr aufschlussreich!<span id="more-1249"></span></p>
<p><strong>Tourismuspolitik<br />
in Bad Harzburg</strong></p>
<p><strong>1. Das Projekt</strong><br />
Der neue Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus des SPD-Ortsvereins Bad Harzburg hat seit März 2007 in mehreren Sitzungen den Teilbereich Tourismus diskutiert. Ziel ist es, mögliche Defizite und Fehlentwicklungen zu erkennen sowie für den Ortsverein und die Fraktion Vorschläge und Anregungen zur  effektiveren Gestaltung des Tourismus zu formulieren.<br />
Im Zuge der Bestandsaufnahme und Situationsanalyse gaben KTW  und Stadtmarketing dem Arbeitskreis am 14. April einen grundsätzlichen Überblick über ihre Arbeit und stellten folgende Unterlagen zur Verfügung:<br />
• Ein Grundsatzpapier über die Organisationsgrundlagen mit der Überschrift   „Marketing für Bad Harzburg &#8211; Besser Bad Harzburg“ vom 15. Mai 2001<br />
• eine „Auswahl von Maßnahmen und Tätigkeiten“ vom 14. April 2007<br />
• Eine Kopie der „Vergleichenden Kurortanalyse (VKA) Niedersachsen“ des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) der Universität Trier von 2002, im folgenden „ETI-Studie“ genannt.<br />
Weitere am 24. April 2007 erbetene Unterlagen („Leitbild für Bad Harzburg“, Marketing-Konzept und dazugehörige Maßnahmenpläne, die Stärke/Schwäche-Analyse und ein in dem Grundsatzpapier angekündigter „Arbeitsplan für Marketing“) wurden dagegen nicht zur Verfügung gestellt. Es wurde auch nicht deutlich, inwieweit solche Papiere existieren. Die vorhandenen Unterlagen seien nur für die Aufsichtsgremien bestimmt, teilte das Stadtmarketing in einem Schreiben vom 14. Mai mit. Dessen Unterzeichner Beckröge und Vollrodt gingen auch nur kurz und wenig informativ auf die übrigen gestellten Fragen ein. Es wurde  auch nicht begründet, warum etwa Maßnahmenpläne der KTW oder des Werbebeirats, die ja auch koordinierende Wirkung bei den gewerblichen Leistungsanbietern besitzen sollen, der Öffentlichkeit vorenthalten werden müssen. Beide Briefe sind beigefügt. Für die Bestandsaufnahme wurden vom Arbeitskreis außerdem folgende zusätzliche Quellen herangezogen:<br />
• die Geschäftsberichte des HVV 1965 &#8211; 2006,<br />
• die F.U.R.-Reiseanalyse Urlaub + Reisen 95,<br />
• Sofortmaßnahmen für 1996 &#8211; Marketingkonzept für Bad Harzburg,<br />
• die Studie „Zukunftskonzept &#8211; Tourismus Harz 2015“ der  ift -Freizeit- und Tourismusberatung GmbH, Köln,<br />
• die Tourismusbarometer für 2000, 2005 und 2006 des  Sparkassenverbandes,<br />
• die Grundlagenuntersuchung „Städte- und Kulturtourismus in Deutschland“, des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), 2006,<br />
• der „Leitfaden Natur, Erlebnis, Angebote &#8211; Entwicklung und Vermarktung“ des DTV, 2006,<br />
• Gemeinschaftsaktion „Wanderbares Deutschland“ des DTV und des Deutschen Wanderverbands, 2005,<br />
• die Werbedrucksachen des HVV und des Stadtmarketings Bad Harzburg,<br />
• Aus der Reihe „Ratgeber“ der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH: „Produktentwicklung“ und „König Kunde &#8211; Ratgeber für Dienstleister“.</p>
<p><strong>2. Die Situation Bad Harzburgs</strong></p>
<p><strong>2.1 ETI-Studie als Grundlage<br />
</strong>Die „Vergleichenden Kurortanalyse“ (ETI-Studie) ist die aktuellste auch auf Bad Harzburg bezogene Marktuntersuchung, die dem AK zu Verfügung steht. Ihre wissenschaftlich abgesicherten und konsequent am Markt orientierten Aussagen, die auch vom den Verantwortlichen in Bad Harzburg nicht angezweifelt wurden, waren deshalb grundlegend für die Bestandsaufnahme des Arbeitskreises. Die Aussagen der Studie beziehen sich zwar hauptsächlich auf den Gesundheits- und Wellnesstourismus im weitesten Sinne. Da Bad Harzburg aber auch vom ETI zu den acht am besten dafür ausgestatteten Kurorten in Niedersachsen gerechnet wurde, ist gerade dieses grosse Marktsegment für das Heilbad von zentraler  und existenzieller Bedeutung. Außerdem sind ETI zufolge meistens Rückschlüsse auch auf den allgemeinen Tourismusmarkt möglich.<br />
Die Wissenschaftler aus Trier sehen im guten Harzburger Potential zwar vielfältige Entwicklungsoptionen auf dem Markt, diese müssten aber  vom Ort selbst konsequent genutzt werden.<br />
In der ETI-Studie werden dazu sehr interessante Aussagen zu geeigneten Marktsegmenten, Zielgruppen und marktgerechter Produktentwicklung gemacht. Als vorbildliches Beispiel für solche marktgerechte Produktgestaltung wurde Bad Laer ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. Im aktuellen Harzburger Angebot finden sich aber keine ähnlich themen- und zielgruppenorientierten  sowie modularen Angebote.<br />
Die ETI-Studie wurde wegen der „Erhebung“ Harzburgs zum sogenannten Premiumort von den Verantwortlichen  zwar erfreut zur Kenntnis genommen, aber  darüberhinaus wurden die vielen  Ansätze und Hinweise nicht intensiv genug ausgewertet und in die Praxis umgesetzt, wie es den Orten in der Schlussbenerkung der ETI-Studie ausdrücklich empfohlen wird.</p>
<p><strong>2.2 ETI-Empfehlungen nicht beachtet</strong><br />
Über die Position und Bedeutung Bad Harzburgs im gesamten deutschen Markt sagt die ETI-Studie nichts aus. Der Begriff Premiumort, der auch in den lokalen Medien so gern hervorgehoben wird, bedeutet in dieser Studie nur, dass diese acht besonders attraktiven niedersächsischen Orte in einer geschlossenen Marketingstrategie für ganz Niedersachsen als besonders imagebildend in den Vordergrund gestellt werden sollen. In diesem Rahmen sollen sie aber selbstverantwortlich eine Führungsrolle hinsichtlich ihrer Kommunikationspolitik und Produktentwicklung übernehmen. Dazu hatte ETI  acht  nachfragegerechte Produktlinien herausgearbeitet und ihnen die dafür besonders geeigneten Kurorte zugeordnet. Für Bad Harzburg wurden die Produktlinien „Wellness“ „Kur classic“ und „Sinfonie&amp;Harmonie“ als im Markt besonders chancenreich empfohlen.<br />
In Bad Harzburg wurden solche besonderen Produktlinien nur sehr unvollkommen  geschaffen, obwohl die Wissenschaftler gerade für die Produktplanung sehr einleuchtende und hilfreiche Handreichungen formuliert haben. Offenbar gibt es auch kein Konzept für ein offensives Innenmarketing mit dem Ziel marktgerechter Produkte. Ein Blick in den Pauschalkatalog Bad Harzburg belegt dies: Bis auf das Kurhotel am Stadtpark und in Ansätzen die Hotels Tannenhof und Vierjahreszeiten gibt es darin keine nach Themen  geordneten konsequenten und modularen Pauschalangebote, wie sie in der ETI-Studie  und übrigens auch von anderen führenden Experten seit Jahren empfohlen werden. Stattdessen findet man phantasielos geschnürte Einheitspakete aus Hotel, Therme und Bergbahn, noch dazu mit  einem relativ schlechten Kosten-Leistungs-Verhältnis. Auch die in dem Prospekt Wellness-Wanderland und auf der Internetseite offerierten Angebote gehen an der in der ETI-Studie aufgezeigten speziellen Nachfrage weitgehend vorbei.  Vor allem fällt auf, dass &#8211; anders als in Bad Laer &#8211; die medizinische Kompetenz und das mit der Sole verbundene Gesundheits- und Wellnesspotential nicht wirkungsvoll genug zur Geltung gebracht werden.</p>
<p><strong>2.3 Schlechte Noten für Marketing</strong><br />
Bad Harzburg wurde  von ETI  nur deshalb zu den acht Premium-Kurorten mit dem besten Potential in Niedersachsen gerechnet, weil seine natürliche Ausstattung sowie die touristische und gesundheitliche Infrastruktur &#8211; mit Ausnahme der als nur mittelmäßig beurteilten Beherbergungsqualität &#8211; überdurchschnittlich gut sei. Weniger positiv wurde die mit dem guten Potential  erreichte Marktposition Bad Harzburgs beurteilt. Denn alle ETI-Urteile über das Marktverhalten und seine Ergebnisse sehen Bad Harzburg im unteren Mittelfeld oder sogar auf den hinteren Plätzen. </p>
<p><strong>2.4. Marketingdefizit seit 40 Jahren</strong><br />
Man muss das Gesamturteil der Wissenschaftler aus Trier über Bad Harzburg deshalb zusammenfassend so interpretieren: Bad Harzburg besitzt ein im Landesvergleich gutes natürliches und infrastrukturelles Marktpotential, nutzt dessen Möglichkeiten im Markt aber mangels professioneller Marktbearbeitung auch nicht annähernd aus.<br />
Dieser Befund ist nicht neu, denn dieses Defizit schleppt Bad Harzburg seit mehr als vier Jahrzehnten mit sich herum und seine Folgen werden bei einem Blick in die Statistiken der letzten vierzig Jahre  offenkundig. Denn nach vielen strukturellen und konjunkturellen Schwankungen liegen die Übernachtungszahlen heute unter denen von 1966, als Tourismus noch einer unter zahlreichen Wirtschaftszweigen der Stadt war.<br />
Im Jahre 1966, also zum Beginn des Tourismusbooms, belegte der Kurort mit 543.000 Übernachtungen hinter Braunlage im Westharz den zweiten Rang. Bereits 1986 war Bad Harzburg von  Bad Lauterberg Altenau und Hahnenklee deutlich überholt worden. Das größte Heilbad des Harzes belegte nur noch den 5. Rang unter den Harzer Kurorten.<br />
1996 hatte Braunlage mit 939.000 fast sein absolutes Spitzenergebnis erreicht und auch Altenau, Bad Lauterberg sowie Hahnenklee lagen deutlich vor Bad Harzburg.<br />
Nach den Restriktionen der Gesundheitsreformen gingen die Zahlen ab 1997 überall drastisch zurück. In der letzten vorliegenden HVV-Statistik 2005 waren es in Bad Harzburg nur noch 510.000 Übernachtungen, also 33.000 weniger als 1966. Auch Braunlage,  Altenau und Hahnenklee waren wieder auf das statistische Niveau von 1966 zurückgefallen. Nur Bad Lauterberg, das sich vom HVV abgekoppelt hat und eine langfristig ausgerichtete Infrastrukturpolitik betreibt, konnte die Verluste wesentlich geringer halten.<br />
Ein Überblick über die Entwicklung der Übernachtungszahlen Bad Harzburgs und anderer Orte:</p>
<p>		Bad 				Bad<br />
		Harzburg	Braunlage	Lauterberg	Altenau	   Hahnenklee<br />
1966	543.000	763.000	352.000	391.000	480.000<br />
1976	643.000	939.000	586.000	842.000	936.000<br />
1986	640.000	795.000	696.000	732.000	678.000<br />
1996	625.000	896.000	656.000	636.000	643.000<br />
2005	510.000	665.000	596.000	399.000	485.000				</p>
<p>Das vom jahrelangen touristischen Niedergang verursachte Hotelsterben hat die Beherbergungskapazität in Bad Harzburg von 5000 Betten  im Jahre 1965 auf 3000 im Jahre 2005 schrumpfen lassen. Nur dadurch blieb die Bettenauslastung der verbliebenen Betriebe im Vergleich zu anderen Harzorten noch erträglich: Sie lag im Jahre 2005 im statistischen Durchschnitt aller Betten bei 46 Prozent. In Braunlage (26 %), Altenau (28%),  Hahnenklee (26%) und Goslar (25%) war diese Auslastungsquote dagegen in ruinöse Grössenordnungen gestürzt.<br />
In der ETI Studie belegt Bad Harzburg beim Kriterium Statistik (Bewertung von Übernachtungszahlen und Bettenauslastung) unter den 50 beurteilten Orten trotz der relativ guten Bettenauslastung nur Platz 28, ein unbefriedigender Stellenwert, der logischerweise mit den schlechten Noten für das Harzburger Marketing korrespondiert. Auch die 2001 geschaffene neue Struktur des Bad Harzburger Marketingmanagements (siehe das  o.a. Grundsatzpapier) hat in den fünf Jahren ihres Bestehens diese negative Entwicklung weder stoppen noch wenigstens positiv beeinflussen können. Die Übernachtungszahlen fielen auch von 2003 bis 2005 um rund 10.000.</p>
<p><strong>3. Die Ursachen der Stagnation</strong></p>
<p>Bei der Suche nach konkret darstellbaren Ursachen dieser anhaltenden Stagnation des Bad Harzburger Tourismus sollen die allgemeinen konjunkturellen Einflüsse unberücksichtigt bleiben, weil sie zwar die alle Orte betreffenden Trends, aber nicht die relative Situation Bad Harzburgs erklären. Dem Arbeitskreis geht es vor allem um die hausgemachten strukturellen Gründe für die Stagnation in Bad Harzburg. Dabei stützt der AK seine Beurteilung besonders auf die Aussagen der ETI-Studie, weil sie neben den HVV-Übernachtungsstatistiken die einzigen  vergleichbaren und handfesten Harzburger Daten sind, die zur Verfügung stehen. Die meisten Aussagen der Studie werden übrigens von den Marktbeurteilungen gestützt, die in der ift-Studie „Harztourismus 2015“ vom Jahre 2006 und in den Tourismusbarometern 2000, 2005 und 2006 des Sparkassenverbandes  zu vergeichbaren Tatbeständen formuliert worden sind.<br />
Bei Berücksichtigung aller dieser Fakten sieht der Arbeitskreis folgende Gründe für die äußerst unbefriedigende Marktsituation Bad Harzburgs als ursächlich an:</p>
<p><strong>3.1. Zersplitterte Organisation</strong><br />
Beim Kriterium „Organisation“ landete Bad Harzburg in der ETI-Studie auf Platz 46 von 50 untersuchten Orten. Das war nicht verwunderlich, denn Bad Harzburg hat es bis heute nicht vermocht, sein touristisches Management effektiv zu organisieren und personell angemessen zu besetzen.<br />
Auch die 2001 neu geschaffene Organisationstruktur „Besser  Bad Harzburg“, deren Aufbau gerade in die Untersuchungsphase zur ETI-Studie fiel, hat in den folgenden fünf Jahren keine  wirkliche Besserung gebracht. Das Nebeneinander von Stadtmarketing, KTW und Werbebeirat läßt eine geschlossene Marketingplanung nach aller Lebenserfahrung nur schwerlich zu. Hinzu kommt noch das relative isolierte Markthandeln von touristisch wichtigen Institutionen wie Rennverein, Spielbank, Golfclub, Musiktage und Kulturverein, die nur sehr unzureichend oder gar nicht  in das Harzburg-Marketing integriert worden sind. Jüngstes ‘Beispiel ist das Angebot für Golfer. Obwohl die Platzerweiterung als grosse touristische Chance gefeiert wird, hatten weder „Besser Bad Harzburg“ noch der Golfclub auch  zur lange vorhersehbaren  Neueröffnung des Platzes keine attraktiven  Angebote für Golftouristen und Golfinteressenten parat.</p>
<p><strong>3.2. Kein professionelles Marketing</strong><br />
Die Wissenschaftler aus Trier konstatieren in ihrer Studie, dass nur ein Drittel der untersuchten Kurorte überhaupt ein schriftlich fixiertes Marketingkonzept besitzt. Aber nur ein solches fixiertes Konzept rechtfertigt den Anspruch, ein „professionelles Marketing“ zu betreiben. Marketing ohne schriftliches Konzept ist wie ein Hausbau ohne Bauzeichnung. Der Antwortbrief des Stadtmarketing (siehe Anlage) läßt vermuten, dass es auch in Bad Harzburg ein derartiges schriftlich fixiertes Marketingkonzept nicht gibt. Denn jährliche Finanz- oder Wirtschaftspläne oder eine einfache Stärke-Schwächen-Analyse sind noch längst kein systematisches Marketing.<br />
Es mangelt offenbar weithin an der grundlegenden Einsicht, dass nachhaltige Erfolge auf dem Tourismusmarkt nur mit den Mitteln des systematischen Marketings möglich sind. Denn diese Maxime wird in so gut wie allen oben angeführten Studien und Expertenäußerungen formuliert. Diese gemeinsame Überzeugung muß nach Ansicht der AK sowohl in der Kommunalpolitik wie im Tourismusmanagement von Bad Harzburg dringend geschaffen werden.</p>
<p><strong>3.3. Zu kurzfristig gedacht</strong><br />
Die beschriebenen Folgen der grundsätzlichen Defizite im Harzburger Marketing sind zwangsläufig: In Bad Harzburg wurde nie eine langfristige Marktstrategie entwickelt,  also auch keine langfristig festgelegten Ziele für die Entwicklung von Bad Harzburg formuliert. Folgerichtig existierte auch keine streng an diesen Zielen und am Markt orientierte Produktplanung und schon gar kein darauf basierender Einsatz der übrigen Marketinginstrumente. Auf diese Weise können die immer knapper werdenden Marketingetats  zwangsläufig nur sehr uneffektiv eingesetzt werden. </p>
<p><strong>3.4. Keine Entscheidungshilfe für den Rat</strong><br />
Ohne die am Markt orientierten langfristigen Ziele und Strategien, konnten auch die Gremien der kommunalen Selbstverwaltung keine konkreten Zielvorstellungen über die touristische Zukunftsgestaltung entwickeln. Stattdessen mußten für diesen Bereich immer wieder nur kurzsichtige Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Das Schicksal des Kurhauses und der Fall des noch vor zehn Jahren mit Millionenaufwand sanierten und jetzt angeblich überflüssigen Kurzentrums (ehemals Casino) sind die aktuellsten Beispiele dieser strategischen Kurzatmigkeit.<br />
Jüngstes Beispiel für marktfernes Handeln ist die Ablehnung eines Stellplatzes mit Versorgungseinheit für durchreisende Wohnmobile in Bad Harzburg. Diese Entscheidung widerspricht nicht nur der Funktion Bad Harzburgs als Einfallstor zum Harz, sondern auch allen Zahlen bzw. Trends. Wohnmobilfahrer, deren Anteil am Campingmarkt rasant weiter wächst,  geben mit 37 Euro pro Person und Tag statistisch sogar mehr aus als die Dauercamper (17 Euro) und zweitweilig campende Touristen (15 Euro) auf Campingplätzen. Die Konkurrenzsituation zwischen Campingplatz und Übernachtstellplatz für Wohnmobile, wie sie von den Platzbetreibern immer wieder behauptet wird, gibt es in Wahrheit nicht.  Nur die wenigsten Wohnmobilfahrer übernachten auf dem Campingplatz, wenn es in dem Ort keine speziellen Übernachtstellplätze für sie gibt. Die meisten meiden einen solchen Ort vielmehr von vornherein oder fahren einfach weiter. Bad Harzburgs Gastronomie und Einzelhandel entgehen ohne diesen Stellplatz selbst bei vorsichtigster Schätzung Umsätze von mindestens 250.000 Euro jährlich, während die möglichen Einbußen der Campingplätze durch einen solchen Stellplatz sich im marginalen Bereich bewegen würden.<br />
Die Folgen einer verfehlten bzw. fehlenden Langzeitstrategie kann man auch festmachen an Stichworten wie<br />
• Abriss des historischen Kurhauses und seines fehlgeplanten Nachfolgers,<br />
• Harzburger Hof,<br />
• Misere auf dem Burgberg und ihre negativen Folgen für die Bergbahn.<br />
Auch der immer wieder so hoch gelobte Sportpark hat sich durch seine bisher bestenfalls regional wirksamen Veranstaltungen mit geringen Teilnehmerzahlen nicht als der versprochene  Tourismusmotor erwiesen. Ob er das mit seiner Ausstattung und dem bisher betriebenen Marketing jemals schafft, ist nach den bisherigen Erfahrungen auch eher zweifelhaft.<br />
Dass die Anlage ein Gewinn für den Harzburger Sport ist, sei hier unbestritten, ob sie auch der Nachfrage im Tourismusmarkt entspricht, hätte vorher mit einer einfachen Marktanalyse geklärt werden können und müssen.</p>
<p><strong>3.5 Profilierende Potentiale ohne Profit</strong><br />
Die Folgen eines unprofessionellen unzureichenden Marketings bekommt jetzt übrigens auch der Rennverein schmerzhaft zu spüren. Er ist gegründet worden, um den Tourismus in Bad Harzburg nach Kräften zu fördern. Statt dies weiter leisten zu können, muss er neuerdings um sein Überleben kämpfen. Es rächt sich, dass der Verein bei aller beeindruckender Organisationsleistung in Bezug auf die Rennwochen nicht als modernes Wirtschaftsunternehmen geführt und im Markt positioniert wurde: Systematisches Marketing gab und gibt es höchstens in Ansätzen, die so wichtige Medienpräsenz ist im Vergleich zu vergleichbaren Bahnen wie Bad Doberan viel zu gering. Von gemeinsamer Produkt- und Kommunikationsplanungen mit der KTW kann schon überhaupt keine Rede sein.<br />
Auch die o.a. Erweiterung des Golfplatzes wurde bisher nicht so intensiv für touristische Angebote genutzt, wie dies erforderlich wäre. Gleiches gilt für die Pferdestadt Bad Harzburg. Diese drei profilierenden Potentiale bringen touristisch so gut wie keinen Profit.</p>
<p><strong>3.6 Strukturreform versäumt<br />
</strong>Nach der teilweisen Privatisierung der Stadtwerke wurde die Chance verpasst, die Managementstruktur des Tourismus ähnlich effizient zu reformieren, wie dies in den Stadtwerken geschehen war. Der bestimmende Einfluss der neuen Gesellschafter aus der freien Wirtschaft führte schnell zu schlankeren und effektiveren Strukturen bei den Stadtwerken.<br />
Auch eine Marketingorganisation muss strikt nach den Erfordernissen der jeweilien Marketingstrategie gestaltet werden, gemäß der alten Managementregel: „Marketingorganisation folgt der Marketingstrategie.“ Da es eine solche Strategie aber nicht gab, entstand im Tourismusbereich statt einer marktorientierten Managementstruktur das freischwebende Dreigestirn aus Stadtmarketing, KTW und Werbebeirat. Diese Kontruktion macht eine professionelle Marktbearbeitung aus folgenden Gründen nahezu unmöglich:</p>
<p><strong>3.6.1 Zersplitterter Etat<br />
</strong>Die ohnehin zu geringen reinen Marketingmittel (laut ETI  sollten es in Bad Harzburg entspechend dem niedersächsischen Durchschnitt mindestens 300.000 Euro jährlich sein) sind auf drei Etats aufgeteilt. Die damit verbundene Etathoheit und die unvermeidlichen Eigeninteressen der jeweiligen Etatverwalter behindern selbst bei bestem Willen ein gemeinsames  zielgerichtetes Marketinghandeln und verhindern ausserdem eindeutige Verantwortlichkeiten für die Ergebnisse. </p>
<p><strong>3.6.2. Verzettelte Manpower</strong><br />
Die jetzigen Führungspersonen aller drei Gremien betreiben die touristische Marketingarbeit für Bad Harzburg gewissermaßen nebenberuflich, obwohl alle durch ihre hauptberuflichen Aufgaben eigentlich voll ausgelastet sein sollten:<br />
• Der KTW-Chef ist auch Chef der in den nächsten Jahren vor grossen Herausforderungen stehenden Stadtwerke,<br />
• der Marketingchef sowie  gleichzeitige(!) städtische Wirtschaftsförderer ist hauptberuflich Leiter des Bauamtes, und<br />
• der Vorsitzende des Werbebeirats ist Chef zweier seine ganze Kraft fordernden Hotels.<br />
Man muss also konstatieren: Marketing für den lebenswichtigen Tourismus wird in Bad Harzburg quasi nebenher betrieben.</p>
<p><strong>3.6.3 Zu wenig Marketing-Knowhow</strong><br />
Alle diese Führungspersonen bzw. ihre wichtigsten Mitarbeiter haben zudem, sofern man ihr bisheriges Wirken zum Maßstab nimmt, offenbar zu wenig Fachkenntnisse, wie professionelles Marketing erfolgreich im Tourismus eingesetzt werden kann. Die Aufsichtsgremien können dieses grundlegende Defizit naturgemäß nicht erkennen, weil ihre ehrenamtlichen Mitglieder in der Regel keine Marketingexperten sind.<br />
Der Antwortbrief des Stadtmarketings auf die Detailfragen des Arbeiskreises ist ein überzeugender Beleg für diese Beurteilungen. Auf die Bitte um Einsicht in den aktuellen Marketingplan wurde z.B. wörtlich geantwortet: „Der Marketingplan besteht für den Werbebeirat aus dem jährlich aufgestellten Finanzplan, für die KTW ist dieser im Wirtschaftsplan und für die Stadt Bad Harzburg im Haushaltsplan verankert.“ Und auf die Frage nach einer regelmäßigen Erfolgskontrolle heißt es: „Die GZ hat über fast jede Maßnahme des Stadtmarketings berichtet. Diese sind im Stadtmarketing archiviert und können jederzeit eingesehen werden.“ Diese laienhafte Vorstellung von einem Marketingplan oder von Erfolgskontrolle läßt vermuten, dass dem AK eine geschlossene Marketingplanung für Bad Harzburg deshalb nicht zur Verfügung gestellt wurde, weil es eine solche nicht gibt.</p>
<p><strong>3.7. Zuständigkeiten sind unklar</strong><br />
Diese negative Beurteilung wird durch das Grundsatzpapier zur Gründung des Stadtmarketings von 2001 (siehe Anlage) unfreiwillig gestützt, denn es beschreibt unüberschaubare Organisationsstrukturen und offenbart Unkenntnis der Marketingmethodik. Allein die ungewichtete Aufzählung der Aufgabenfelder zeigt die Substanzlosigkeit dieser Darstellungen. Wegen der zu allgemeinen und oft sogar widersprüchlichen Aussagen sowie der unlogischen Gliederung ist dieses Organisationsmodell zudem relativ unpraktikabel und seine Wirkung unkontrollierbar. Vor allem wird nicht deutlich, wer innerhalb der dort geschilderten Doppelspitze nun eigentlich für die Entscheidungen und deren Ergebnisse verantwortlich gemacht werden kann.</p>
<p><strong>4. Die Schlußfolgerungen des Arbeitskreises<br />
</strong><br />
Die Wissenschaftler der Uni Trier setzten Bad Harzburg unter den 50 untersuchten niedersächsischen Kurorten beim Kriterium „Strategisches Marketing“ auf Platz 36, beim Kriterium „Marketingkommunikation“ auf Platz 16 und beim Bereich „Produkte und Dienstleistungen“ auf  Platz 37. Diese drei so schlecht beurteilten Tätigkeitsfelder sind aber grundlegende Bestandteile erfolgreichen Markthandelns. Schlechtes „Strategisches Marketing“ bringt folgerichtig keine marktgerechten „Produkte und Dienstleistungen“ hervor und läßt auch keine zielgerichtete „Marketingkommunikation“ zu.<br />
Als wichtige Teile einer systematischen Marketingkonzeption beeinflussen die so negativ beurteilten Felder das gesamte Planungssystem. Strategische Ziele, Produktplanung, Servicequalität, Vertriebs- und Preispolitik, sowie eine  auf möglichst effektiven Einsatz  der knappen Mittel gerichtete Kommunikationsplanung bedingen sich gegenseitig und müssen in einem geschlossenen Planungssystem entsprechend eingesetzt werden. Ohne eine strategisch grundlegende Planung ist dies aber nicht möglich.<br />
Alle diese Defizite der Marketingarbeit sind nach Ansicht des AK die Ursache dafür, dass Bad Harzburg auf dem Markt nicht nur viel zu wenig Profil und Präsenz zeigt, sondern auch keine nachfragegerechten Produkte anbietet, wie es z.B. Bad Laer nach dem Urteil der ETI-Experten  und des AK geradezu vorbildhaft tut. Das als gut beurteilte Potential Bad Harzburgs kann sich deshalb auf dem Markt auch nicht positiv, soll heißen in Gestalt  steigender Umsätze,  auswirken.</p>
<p><strong>4.1 Was muss geändert werden?</strong><br />
Der Arbeitskeis hat weder die Möglichkeit noch die Aufgabe, konkrete professionelle Marketingstrategien und -konzepte zu entwickeln, obwohl bei der Erarbeitung dieser Analyse viele naheliegende Ideen entstanden sind. Das konkrete Marketing ist die vordringlichste Aufgabe der dafür von Stadt und KTW angestellten Mitarbeiter. Der Arbeitskreis beschränkt sich auf eine nüchterne Situationsanalyse und  auf die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen. Die folgenden Vorschläge sollen die dringende Empfehlung des AK an die Fraktion untermauern, über den Rat die sachlichen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen für eine effizientere Marketingarbeit möglichst gemeinsam mit den anderen Parteien zu schaffen. Falls erforderlich, sollte sich der Rat dabei externer professioneller Beratung bedienen, um den Verantwortlichen ein tragfähiges Briefing für die Erneuerung geben zu können. Nur so kann verhindert werden, dass der Bad Harzburger Tourismus als wichtigstes wirtschaftliches Standbein in weiteren zehn Jahren noch schlechtere Ergebnisse vorweist. </p>
<p><strong>4.1.1 Neue Marketingstruktur</strong><br />
Vordringliche Grundlage aller Vorschläge ist eine einzige für das touristische Marketing verantwortliche Institution für Bad Harzburg, mit einem einzigen ausreichenden Marketingetat und nur einem persönlich verantwortlichen Leiter bzw. Leiterin, der/die sich dieser Aufgabe uneingeschränkt widmen kann. Die alternativen Lösungsmöglichkeiten wären dabei entweder ein kommunales von der Stadt zu tragendes Tourismusamt oder die alleinige Zuständigkeit der KTW. Da die KTW schon als Eigentümer der wichtigsten touristischen Einrichtungen Bad Harzburgs fungiert, sollte die zweite Option umgesetzt werden und das jetzige  dreigleisige Tourismusmanagement aus Teilzeitkräften ersetzen. Ein florierender Tourismus ist für Bad Harzburg zu wichtig, um ihn mit Jobsharing zu managen.<br />
Dabei sollte eine saubere Trennung von rein städtischen Aufgaben wie allgemeine Wirtschaftsförderung, Wohnungspolitik, Freizeit, Bildung etc. (siehe Vorbemerkungen im Grundsatzpapier des Stadtmarketings) und Tourismusgeschäft vorgenommen werden.</p>
<p><strong>4.1.2 Fortbildung für Mitarbeiter</strong><br />
Die wichtigsten KTW-Mitarbeiter sollten durch entsprechende Fortbildung besser auf ihre Aufgaben vorbereitet werden, insbesondere im Bereich Marketing. Entsprechende praxisnahe Seminare bieten einige Akademien und Seminarveranstalter an.<br />
Kontrollorgan des KTW-Managements sollte ein ebenfalls fachlich kompetenterer Aufsichtsrat sein. Die langfristigen strategischen Entscheidungen über die KTW-Politik sollte hingegen der Rat als Gesellschafterversammlung auf Vorschlag der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates treffen. Eine möglichst enge und unkomplizierte Zusammenarbeit der KTW mit der Stadtverwaltung auf den sich trotz klarer Aufgabentrennung überlappenden Aufgabengebieten ist dabei eine selbstverständliche Voraussetzung.</p>
<p>4<strong>.1.3 Professionelles Marketing</strong><br />
Von den KTW muss nach der entsprechenden Schulung ihrer Mitarbeiter eine professionell akzeptable Marketingstrategie einschliesslich einer konkreten Zielbeschreibung für die künftige Entwicklung des Heilbades Bad Harzburg erarbeitet und mit Hilfe darauf basierender Marketingpläne konsequent umgesetzt werden.  Die Marketingorganisation innerhalb der KTW muss dazu entsprechend einer von der Marketingstrategie geforderten Ablauforganisation funktionell und personell neu aufgestellt werden, um die Mitarbeiter und die verfügbaren Mittel möglichst effektiv einzusetzen. </p>
<p><strong>4.1.4 Rat sollte Marketingziele einbeziehen</strong><br />
Der Rat muss darauf drängen, dass die KTW klare und zukunftsweisende Marketingziele formuliert, um diese künftig bei seinen eigenen langfristig wirksamen Einzelentscheidungen berücksichtigen zu können. Damit ist er in der Lage, die mittel- oder langfristigen Folgen vieler Beschlüsse wesentlich genauer abzuschätzen.<br />
Dazu ein aktuelles Beispiel: Wenn entsprechend der ETI-Empfehlung der Premiumort Bad Harzburg im Marktsegment Gesundheitstourismus erfolgreich arbeiten soll, dann bekommt das ehemalige Kurzentrum (Casino) mit den umliegenden unbebauten Flächen eine geradezu existenzielle Bedeutung. Ein jetziger Verkauf des Objekts ohne wirkliche Not würde alle eventuellen Planungen für ein in diesem Raum  entstehende markgerechte Einrichtung (Wellnessresort, Spahotel etc.) wegen der Eigeninteressen des neuen Kurzentrum-Eigentümers zu sehr  einschränken, wahrscheinlich sogar unmöglich machen. Ein hausgemachter Liquiditätsengpass der KTW ist keine ausreichende Begründung für den Verkauf einer so wichtigen Immobilie.</p>
<p><strong>4.1.5 Regelmäßige  Erfolgskontrolle</strong><br />
Zu einer kompletten Marketingstrategie gehört regelmäßige strikt objektive Erfolgkontrolle, um die eigene Marktstellung, den Zielerreichungsgrad und die Wirksamkeit aller Massnahmen auf dem Markt ständig überprüfen zu können. Nur so können notwendige Änderungen im Marktverhalten rechtzeitig vorgenommen werden. Die Ergebnisse der Erfolgkontrolle sind auch eine wichtige Information für die übergeordneten Kontrollorgane Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung.</p>
<p><strong>4.1.6 Funktion des Werbebeirats</strong><br />
Der Werbebeirat muss auf seine ursprünglich vorgesehene Aufgabe beschränkt werden, einmal jährlich die ausschließliche Verwendung der Fremdenverkehrsabgabe für Tourismuswerbung zu überprüfen. Er sollte keine operativen Entscheidungen mehr fällen und nicht über die Verwendung öffentlicher Mittel entscheiden, weil er weder als Institution noch über seine einzelnen Mitglieder für die Folgen seiner operativen Tätigkeit und die Verwendung öffentlicher Mittel verantwortlich gemacht werden kann (Wurde inzwischen abgeschafft! Anmerkung des Autors).</p>
<p><strong>4.1.7 Sachverständiger KTW-Aufsichtsrat</strong><br />
Der KTW-Aufsichtsrat sollte sich in seiner Gesamtheit als verlängerter Arm des Rates in dessen Funktion als Gesellschafterversammlung verstehen und nicht als Nebenschauplatz parteipolitischer Auseinandersetzungen. Er sollte zunächst den marktgerechten Umbau der Marketingorganisation innerhalb der KTW  mittragen. Danach sollte er sich ausschließlich auf die Kontrolle der KTW-Arbeit beschränken und sich jeder operativen Einmischung enthalten. Um die sachkundige Kontrolle der Geschäftsleitung leisten zu können, sollten nicht nur Ratsmitglieder, sondern auch unabhängige und sachkundige Vertreter aus der Harzburger Wirtschaft vom Rat in den Aufsichtsrat entsandt werden. </p>
<p><strong>4.1.8 Mehr Marktpräsenz für große Veranstaltungen</strong><br />
Statt in lokal bzw. eng regional wirkende Veranstaltungen mit meist überschaubaren Teilnehmerzahlen (Walkingtag, Montainbiker-Tage) zu investieren, sollten die dabei verwendeten Mittel für eine offensive Marketingarbeit eingesetzt werden. Veranstaltungen von geringer medialer Reichweite haben touristisch nur dann einen Sinn, wenn sie in die Marketingstrategie als stark profilierende oder imagebildende Bausteine eingebunden werden sollen. Ansonsten sollten sie als Angebot für unsere Einwohner allein den interessierten Veranstaltern wie z.B. Vereinen überlassen bleiben.<br />
Unsere besucherstarken Veranstaltungen wie Rennwoche, Salz- und Lichterfest sowie Musiktage sollten sowohl in die Produktplanung wie auch in die Kommunikationsplanung stärker eingebunden und als Großevents touristisch attraktiver gemacht werden. Die „Studie Städte- und Kulturtourismus“ des Deutschen Tourismusverbandes zeigt: Der Städte- und Kulturtourismus in kleinen Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern ist von 1993 bis 2005 um 50 Prozent gewachsen. Große Events locken immerhin 18 Prozent der Stadttouristen, Pauschalangebote werden von 10 Prozent und günstige Angebote von 9 Prozent der Stadttouristen angenommen.<br />
Bad Harzburg bietet bisher gar keine attraktiven Pauschalangebote für Städte- und Kulturtourismus, obwohl die Studie ganz konkrete Handlungsempfehlungen dafür anbietet. Auch wenn der HVV diese hervorragende Studie nicht einmal zur Kenntnis genommen hat, sollte Bad Harzburg sie als hilfreiche Arbeitsgrundlage intensiv nutzen. Wie aus einem banalen historischen Ereignis eine Großveranstaltung gemacht werden kann, zeigt die „Luther-Hochzeit“ in Wittenberg. Mit dem historischen Salzfest könnte mittels einer neuen Konzeption und naheliegenden Kooperationen ähnliches gelingen. Die jetzt vorgenommenen Änderungen und die Einbindung eines privatwirtschaftlichen Veranstalters erfüllen diesen Anspruch eines marktgerechten Konzepts bei weitem nicht. </p>
<p><strong>4.1.9 Fünfsterne-Hotel reicht nicht</strong><br />
Eine offensivere und erfolgreichere Marktpolitik ist auch die existenzielle Voraussetzung für ein allseits gefordertes neues Edelhotel im Kurpark oder im Stadtzentrum.  Dass ein solventer Geldgeber ein solches Projekt in einer Stadt mit seit Jahrzehnten stagnierendem Tourismus überhaupt erwägt, ist eher unwahrscheinlich. Aber auch dann kann ein zusätzliches Großhotel in Bad Harzburg angesichts der oben geschilderten Bettenauslastung nur dann die erhofften positiven Effekte zum Harzburger Tourismus beitragen, wenn insgesamt genügend zusätzliche Gäste für Bad Harzburg gewonnen werden.  Anderenfalls bewirkt das zusätzliche Angebot nur eine schlechtere Auslastung der bestehenden Häuser, ohne damit schon eine ausreichende Rentabilität des neuen Hotels zu gewährleisten. Dieser notwendige Gästezuwachs kann aber auch nicht, wie von manchen gehofft, durch das neue Hotel allein generiert werden. Braunlage mit seinen neuen Großhotels zeigt das. Die durchschnittliche Bettenauslastung liegt dort statistisch bei 26 Prozent, was konkret bedeutet, dass einige ältere und kleinere Hotels so gut wie keine Gäste mehr bekommen.</p>
<p><strong>4.2 HVV-Mitgliedschaft prüfen</strong><br />
Der Erfolg eines Harzer Kurortes im Tourismusmarkt hängt auch von der Wirksamkeit des HVV ab. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass eine nüchterne Kosten/Nutzen-Analyse der Mitgliedschaft im HVV für Bad Harzburg erforderlich ist. </p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p><strong>Das Projekt<br />
</strong>Der Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus hat die touristische Situation Bad Harzburgs eingehend und auf der Basis der ihm zugänglichen Quellen beleuchtet und daraus bestimmte Folgerungen gezogen, die er in Form von Vorschlägen an die Fraktion weiterreicht.<br />
Basis der Beurteilungen waren die Statistiken, die gängigen Marktuntersuchungen und vor allem die vergleichende ETI-Studie über die Kurorte Niedersachsens.</p>
<p><strong>Der Befund<br />
</strong>Bad Harzburgs Tourismus stagniert seit mehr als vier Jahrzehnten. Unabhängig von exogenen Faktoren wie der Gesundheitsreform oder gesellschaftlichen Veränderungen sieht der Arbeitskreis die Ursachen vor allem in einer unprofessionellen Marketingarbeit seit 40 Jahren. Die Gründe liegen vor allem darin, dass den zuständigen Personen nicht nur das erforderliche Marketing-Knowhow fehlte, sondern auch die Einsicht, dass man auf dem vom Kunden bestimmten Tourismusmarkt nur mit Hilfe systematischen Marketings erfolgreich sein kann.<br />
Für den Rat und die Stadtverwaltung ist das Fehlen einer langfristigen Marketingstrategie deshalb prekär, weil ihnen so keine objektive  Richtschnur für wichtige Entscheidungen zur Verfügung stand und steht.<br />
Die aufgezeigten Äußerungen des Stadtmarketings zu diesem Thema zeigen zudem, dass die Situation sich aktuell nicht verbessert hat. Selbst die einmalige Chance für eine erfolgreichere Marktbearbeitung auf der Basis der ETI-Studie wurde nicht genutzt. Die aktuellen Erkenntnisse der Studie über aussichtsreiche Marktsegmente, Zielgruppen und marktgerechte Produkte finden sich jedenfalls in den aktuellen Produktangeboten Bad Harzburgs nicht wieder.<br />
Als besonders nachteilig bewertet der Arbeiskreis die unübersichtliche und zersplitterte Struktur der Marketingorganisation mit vielen eigenständig handelnden Partnern und geteilten Marketingmitteln. Der Werbebeirat sollte künftig nur noch die vollständige Verwendung der Fremdenverkehrsabgabe für Werbung kontrollieren. Auf die operativen Maßnahmen sollte er mangels Ergebnisverantwortung keinen Einfluss mehr haben.<br />
Gemessen am niedersächsischen Durchschnitt muss Bad Harzburgs Marketingetat mindestens 300.000 Euro betragen &#8211; ca. 3 Euro pro Gast. Er sollte auf der Basis eines Marketingkonzepts einheitlich verplant und eingesetzt werden, wenn er effektiv sein soll.<br />
Die Effektivität aller Marketingmaßnahmen sollte nach Ansicht des AK regelmäßigen Erfolgkontrollen (quantitativ und qualitativ) unterworfen werden, deren Ergebnisse auch dem Aufsichtsrat vorgelegt werden sollten.<br />
Auf der Basis einer von der KTW entwickelten Marketingstrategie und des dazu gehörigen Ablaufplans sollte die Marketingorganisation innerhalb der KTW auf die Erfordernisse dieser Abläufe hin reorganisiert werden.<br />
Sehr deutlich beschreibt der AK die Rolle des HVV aus der Sicht Bad Harzburgs. Die gesamte Entwicklung des Harztourismus, insbesondere im niedersächsischen Harz, ist rückläufig und unbefriedigend. Deshalb empfiehlt der AK, Bad Harzburg solle gemeinsam mit anderen gewichtigen Mitgliedsorten durchsetzen, dass der HVV grundlegend reformiert wird. Ansonsten sollte Bad Harzburg wie schon Bad Lauterberg austreten und die eingesparten Summen dem eigenen Marketingetat zugute kommen lassen.<br />
5.7.07<br />
Reiner Langwald</p>
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		<title>Westharztourismus stagniert weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 15:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Westharztourismus kommt trotz der leichten Erholung im Oktober noch immer nicht aus dem Minusbereich der bisherigen Jahresbilanz heraus: Mit insgesamt 2,9 Millionen Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben mit mehr als acht Betten liegt er um 0,1 Prozent unter dem Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraums. Das meldet der niedersächsische Landesbetrieb für Statistik. Die Zahl der Besucher (801.000) war in diesem Zeitraum mit +0,4 % nahezu konstant. Allerdings ist die durchschnittliche Auslastung der erfassten gewerblichen Unterkünfte mit nur 27,5 Prozent mehr als unbefriedigend, denn sie bedeutet, dass die Betten an nur 56 von 204 Tagen belegt waren &#8211; nicht gerade sehr verlockend für die vom Harz so dringend gesuchten touristischen Investoren.<br />
Im Oktober waren mit 98.500 Gästen zwar nur genauso viele Besucher in den Westharz gekommen wie im gleichen Monat des Vorjahres, aber die Zahl der Übernachtungen stieg immerhin um 1,7 Prozent auf 351.000. Dadurch waren die Betten der Betriebe in diesem Monat zu 33,5 Prozent belegt, statistisch blieb also jedes Bett an 21 Oktobertagen leer. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1244/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1244/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1244&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Politiker sind keine Saubermänner</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 00:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgespießt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass führende Politiker sich in der Gesellschaft von Millionären wohler fühlen, als unter normalen Bürgern, sei ihnen nachgesehen. Aber sie sollten dann nicht versuchen, uns Wählern das Gegenteil einzureden. Nach meiner Ansicht darf sich ein verarmter Ministerpräsident von einem langjährigen Freund auch durchaus das Geld für einen offenbar notwendigen Hauskauf leihen, wenn ihm der Gang [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1240&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass führende Politiker sich in der Gesellschaft von Millionären wohler fühlen, als unter normalen Bürgern, sei ihnen nachgesehen. Aber sie sollten dann nicht versuchen, uns Wählern das Gegenteil einzureden. Nach meiner Ansicht darf sich ein verarmter Ministerpräsident von einem langjährigen Freund auch durchaus das Geld für einen offenbar notwendigen Hauskauf leihen, wenn ihm der Gang zur Bank zu widerlich ist. Aber wenn er als Politiker die Rechtschaffenheit wie ein Banner vor sich herträgt, dann muss er dabei die Bestimmungen des Ministergesetzes und andere Anstandsregeln besonders genau einhalten. Mich hat Herr Wulf auch nicht enttäuscht, weil ich nichts anders von ihm erwartet habe. Ich glaube nämlich nicht, dass Politiker vertrauenswürdige Menschen sind. Auch dann nicht, wenn sie zum Bundespräsidenten gemacht geworden sind.  </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1240/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1240/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1240&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hungerlöhne gefährden den Markt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 23:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Große Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer versucht Schwarz-Gelb, besser gesagt Schwarz-Geld, einen flächendeckenden Mindestlohn für alle Branchen mit halbherzigen Zugeständnissen zu verhindern. Mit der Begründung, solche Mindestlöhne würden Arbeitsplätze vernichten. Das Gegenteil ist aber richtig. Wenn auf einem funktionierenden Markt der gesunde und faire Wettbewerb plötzlich durch Dumpinglöhne gestört wird, geraten jene Unternehmen in Gefahr, die normale Tariflöhne bezahlen. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1238&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch immer versucht Schwarz-Gelb, besser gesagt Schwarz-Geld, einen flächendeckenden Mindestlohn für alle Branchen mit halbherzigen Zugeständnissen zu verhindern. Mit der Begründung, solche Mindestlöhne würden Arbeitsplätze vernichten. Das Gegenteil ist aber richtig. Wenn <span id="more-1238"></span>auf einem funktionierenden Markt der gesunde und faire Wettbewerb plötzlich durch Dumpinglöhne gestört wird, geraten jene Unternehmen in Gefahr, die normale Tariflöhne bezahlen. Theoretisch blieben dann am Ende nur die Wettbewerber mit den Niedrigstlöhnen übrig. China, Indien und andere zeigen im globalisierten Wettbewerb, was gemeint ist. Jetzt hat immerhin ein Spitzenpolitiker der Opposition erkannt: Wer sein Geschäftsmodell auf Hungerlöhne gründet, hat kein Geschäftsmodell! Solche Gauner haben auf dem Markt nichts  zu suchen, weil sie diesen Markt existenziell gefährden.<br />
Mit ähnlich schiefen Argumenten versucht die Regierung auch die Leiharbeitsgaunerei zu schützen. Aber brauchen wir angesichts des überall beklagten Fachkräftemangels noch  so viele Leiharbeiter? Warum stellen die nach Fachkräften jammernden Unternehmen ihre Leiharbeiter, die vermutlich einen breiteren Erfahrungsschatz mitbringen als die Stammbelegschaft, nicht einfach fest ein?  Antwort: Weil sie so billiger sind! Leiharbeit ist im kleinen Rahmen als Dienstleistung durchaus sinnvoll. Aber dann soll das bestellende Unternehmen diese Dienstleistung bezahlen und nicht der ausgeliehene Mitarbeiter über seinen niedrigeren Lohn.</p>
<p>Reiner Langwald, Bad Harzburg </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1238/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1238&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Lindners rätselhafter Rücktritt</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Große Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum ist FDP-Generalsekretär Lindner so überraschend zurückgetreten? Das fragen sich alle politisch interessierten Bürger. Ich glaube, dass dieser einzige respektable Kopf der jungen Parteigarde seine hoffnungsträchtige Politkarriere nicht im drohenden Rösler-Strudel versinken lassen will. Lieber am rettenden Ufer den Untergang abwarten, um dann als Retter auftreten zu können, mag er sich gesagt haben. Aber vielleicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1233&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum ist FDP-Generalsekretär Lindner so überraschend zurückgetreten? Das fragen sich alle politisch interessierten Bürger. Ich glaube, dass dieser einzige respektable Kopf der jungen Parteigarde seine hoffnungsträchtige Politkarriere nicht im drohenden Rösler-Strudel versinken lassen will. Lieber am rettenden Ufer den Untergang abwarten, um dann als Retter auftreten zu können, mag er sich gesagt haben. Aber vielleicht kommen auch noch ganz andere Gründe ans Tageslicht. Kann aber auch sein, dass er gemerkt hat, wie unbeliebt selbständig denkende Akteure bei den Parteigranden sind. Die leiden nämlich am so genannten März-Syndrom. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1233/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1233&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Adel heißt nicht automatisch edel</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehört und gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl dem seit 1200 Jahren bis weit in die Neuzeit parasitär lebenden Adel eigentlich schon 1919 die Flügel gestutzt wurden, flattern viele seiner heutigen Vertreter noch immer als angeblich besondere Spezies durch unsere Medienwelt. Sie halten sich noch immer für die wertvolleren Menschen, reden sich in ihren geschlossenen Zirkeln noch immer mit den 1919 abgeschafften [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1231&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl dem seit 1200 Jahren bis weit in die Neuzeit parasitär lebenden Adel eigentlich schon 1919 die Flügel gestutzt wurden, flattern viele seiner heutigen Vertreter noch immer als angeblich besondere Spezies durch unsere Medienwelt. Sie halten sich noch immer für die wertvolleren Menschen, reden sich in ihren geschlossenen Zirkeln noch immer mit den 1919 abgeschafften Titeln an, und werden von vielen Medien darin noch bestärkt. Viele Journalisten ignorieren im Dienste der Auflage oder Quote, dass ein Mensch, der den 1919 verlorenen Titel Prinz jetzt als Familiennamen führt, kein Prinz  ist, sondern nur so heißt.<br />
Und wer Prinz heißt, ist auch dann nichts Besonderes, wenn er sich selbst für  einen Prinzen hält. Das bestätigen in diesen Tagen die Nachkommen des besonders raffgierigen Welfenherzogs Heinrich der Löwe. Denn dass sie jetzt die in Blankenburg stehende Kopie des vom Herzog 1166 in Braunschweig aufgestellten Bronzelöwen für sich reklamieren, ist weder besonders edel noch besonders ehrenhaft.<br />
Man kann natürlich darüber streiten, ob Familien wie die Welfen ihre Vermögen im Laufe der 1200jährigen Geschichte immer rechtmäßig erworben haben, siehe Heinrich der Löwe, der sich mit Gewalt nahm, was man nicht freiwillig gab. Niemand kann ermessen, wie viel Blut und Schweiß unterdrückter Menschen in diesem heutigen Vermögen oft stecken mag.<br />
Aber das ficht die heutigen Besitzer offenbar nicht an. In einem Interview hatte ich ausgerechnet in Blankenburg den sich immer noch als Prinz fühlenden Welfenspross Ernst August Prinz von Hannover gefragt, was er denn beruflich für seinen Broterwerb tue. Seine Antwort: „Ich verwalte mein Vermögen!“ Er lässt also immer noch arbeiten!<br />
Dass die Welfen den als Handelsobjekt ohnehin ziemlich wertlosen Abguss des Löwen jetzt überhaupt beanspruchen können, verdanken sie übrigens einigen mutigen Blankenburgern, die zur DDR-Zeiten den Löwen nächtens verschwinden ließen, weil die kommunistischen Banausen ihn einschmelzen wollten. Er blieb unauffindbar und kehrte erst nach der Wende wieder auf seinen Platz  am Kleinen Schloss zurück. Schon wegen dieser mutigen Aktion sollten die Welfen den Blankenburgern diesen Löwen lassen, weil er dort der Erinnerung an Heinrich dem Löwen mehr dient als im Auktionskatalog. Es sei denn, Heinrichs Erben halten solche Rettungstaten noch immer für den selbstverständlichen Tribut des einfachen Volkes an sie. Dann sollten die Blankenburger sich schnell eine Kopie gießen lassen und danach allen Welfen Stadtverbot erteilen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1231/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1231&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Goldener Herbst im Ostharz</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 00:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Harztourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ostharz erlebte im September touristisch einen goldenen Herbstbeginn: Mehr als 90.000 Gäste kamen laut Statistischem Landesamt allein in den Landkreis Harz, was einen Anstieg von 11,7 % ausmachte. Entsprechend stieg auch die Zahl der September-Übernachtungen auf 251.000 (+7,8%). Insgesamt beherbergte der Ostharzer Landkreis bis einschließlich September damit schon 620.000 Gäste (+4,2%) mit 1,84 Mio [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1224&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ostharz erlebte im September touristisch einen goldenen Herbstbeginn: Mehr als 90.000 Gäste kamen laut Statistischem Landesamt allein in den Landkreis Harz, was einen Anstieg von 11,7 % ausmachte. Entsprechend stieg auch die Zahl der September-Übernachtungen auf 251.000 (+7,8%). Insgesamt beherbergte der Ostharzer Landkreis bis einschließlich September damit schon 620.000 Gäste (+4,2%) mit 1,84 Mio Übernachtungen (+4,0%). Auch der Kreis Südharz-Mansfeld meldete für den September Steigerungen von mehr als 7 Prozent bei den Gästezahlen und Übernachtungen und steuert zum bisherigen Jahresergebnis des Ostharzes noch knapp 264.000 Übernachtungen  bei.<br />
Die erstaunlichste Steigerung hat Harzgerode im September mit einem Gästezuwachs von 28,2 % und 34,5 % mehr Übernachtungen erlebt. Thale gewinnt dank der neuen Therme immerhin 11.9 % mehr Übernachtungen, bei den Anreisen sogar +16,6 %. Auch Wernigerode ist  mit einem Plus von 7,2 % bei den Übernachtungen wieder auf dem Weg nach oben. Sogar die Stadt mit dem geklauten Namen Oberharz profitierte vom Wandermonat September mit einem Zuwachs von 5% mehr Übernachtungen, wartet aber mit -3,6 % beim Gesamtergebnis noch immer auf die positive Wirkung vom „Oberharzbonus“. Blankenburg (+7,5%) und Ilsenburg (+9,0%) zeigen weiterhin solide Steigerungsraten. Sangerhausen mit seinem Europa-Rosarium und dem großen Marketingapparat konnte zwar auch Zuwächse von rund 11 Prozent bei Anreisen und Übernachtungen vermelden, spielt touristisch aber insgesamt mit bislang nur 37.236 Übernachtungen  (-2,4%)  für 2011 in einer unteren Liga des Harzes.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/harzergroller.wordpress.com/1224/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/harzergroller.wordpress.com/1224/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1224&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Schneeballsystem der Staaten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Langwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Große Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man das finanzpolitische Chaos Europas auf den einfachen Kern zurückführt, erkennt man schnell, dass überall das Prinzip der gern zitierten „schwäbischen Hausfrau“ missachtet wurde: Alle Länder gaben seit Jahrzehnten mehr Geld aus, als sie eingenommen haben. Sie lebten und leben weiter auf Pump, weil ihre Politiker immer wieder teure Wahlgeschenke verteilen, um an der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=harzergroller.wordpress.com&amp;blog=11415662&amp;post=1221&amp;subd=harzergroller&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man das finanzpolitische Chaos Europas auf den einfachen Kern zurückführt, erkennt man schnell, dass überall das Prinzip der gern zitierten „schwäbischen Hausfrau“ missachtet wurde: Alle Länder gaben seit Jahrzehnten mehr Geld aus, als sie eingenommen haben. Sie lebten und leben weiter auf Pump, weil ihre Politiker immer wieder teure Wahlgeschenke verteilen, um an der Macht zu bleiben. Finanziert wurde das mit angeblich bombensicheren Staatsanleihen, die man bei Fälligkeit mit neuen Anleihen finanzierte. Das ging solange gut, wie man genügend gutgläubige Anleger fand, denen hohe Anlagesicherheit wichtiger als hohe Rendite ist. Doch die Kreditwürdigkeit der Staaten ist dahin, weshalb die Anleger lieber die Finger von deren immer  riskanteren Anleihen lassen. Wie alle kriminellen Geschäftsmodelle wird deshalb auch dieses weltweit von den Staaten organisierte Schneeballsystem in der Pleite enden, mit dem Unterschied, dass die Täter nicht eingesperrt werden können. Die Schuldenkrise aber wird immer mehr zur Zeitbombe für die Weltwirtschaft, wenn die Regierungen die tickende Uhr nicht gemeinsam stoppen. Aber das ist eben des Pudels Kern: Die Verantwortlichen Europas können sich nicht auf gemeinsames Handeln einigen, weil ihnen ihr eitler Ehrgeiz und ihre Gier nach Macht wichtiger sind als das Schicksal der Menschen. </p>
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